
Dies ist eine Zettelwirtschaft aus Ideen, Inspiration und Work in Progress zu meiner Diplomarbeit im Wintersemester 09/10.
Diese Stadt ist eine Hexe, wissen Sie, Daniel. Sie setzt sich einem auf der Haut fest und nimmt einem die Seele, ohne dass man es überhaupt merkt.
Das schwierige ist nicht, einfach so Geld zu verdienen” klagte er. “Das schwierige ist, es mit etwas zu verdienen, was es wert ist dass man ihm sein Leben widmet.
Auf dem Treppenabsatz traf ich Monsieur Darcieu, den alten Zauberkünstler, den den Mädchen für einen Kuss aus der Hand las. Er nahm meine Linke und schaute mich traurig an.
“Vous avez du poison au coeur, mademoiselle.
Diese Stadt ist eine Hexe, wissen Sie, Daniel. Sie setzt sich einem auf der Haut fest und nimmt einem die Seele, ohne dass man es überhaupt merkt.
Noch dämmerten die Straßen matt in Dunst und Nachttau dahin, als wir aus dem Haus traten. Flimmernd zeichneten die Straßenlaternen der Ramblas eine diesige Allee, während die Stadt sich reckte und streckte und ihr blasses Nachtgewand ablegte. Bei der Calle Arco del Teatro angekommen, wagten wir uns unter dem sich in blauem Dunst abzeichnenden steinernden Bogen ins Raval-Viertel hinein. Ich folgte meinem Vater auf diesem engen Weg, eher Scharte als Straße, bis sich der Abglanz der Rambla hinter uns verlor. In schrägen Quentchen sickerte das helle Morgenlicht von Balkonen und Gesimsen bis knapp über den Boden.
“Los, Daniel, zieh dich an. Ich möchte dir etwas zeigen.”
“Jetzt? Um fünf Uhr früh?”
“Es gibt Dinge, die man nur im Dunkeln sehen kann”, gab mein Vater mit einem rätselhaften Lächeln zu verstehen, das er vermutlich einem Roman von Alexandre Dumas entliehen hatte.